Kreditinstitut
Ein Unternehmen, welches gewerbsmäßig Bankgeschäfte tätigt, wird laut §1 des deutschen Kreditwesengesetzes
Bank oder Kreditinstitut genannt. Unter diesen Paragraphen fallen auch kleine Unternehmen, deren Bankgeschäfte
einen Umfang erreichen, welcher einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
Alle Banken und Kreditinstitute stehen in Deutschland unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzwesen, kurz
BAFIN. Im Jahre 2004 waren in Deutschland 2401 Kreditinstitute registriert, die Zahl hat in den letzten Jahren ein
wenig abgenommen. Anfang 2009 waren nur noch 2121 Kreditinstitute gemeldet. Einen umfassenden Bankservice
bieten die wenigsten Kreditinstitute an, vor allem kleinere Unternehmen haben sich auf bestimmte Geschäftsfelder
spezialisiert. Einzelne Betätigungsfelder der Banken sind unter anderem das Kredit-, das Depot- oder das Garantie-
geschäft.
Die Landschaft der deutschen Kreditinstitute steht im wesentlichen auf drei starken Säulen. Am stärksten vertreten
sind dabei die Privatbanken; dazu zählen auch die bekanntesten deutschen Großbanken wie z.B. die Deutsche Bank
und die Commerzbank. Diese Unternehmen sind weltweit die Aushängeschilder der deutschen Kreditinstitute und
zählen zu den globalen Marktführern.
Die zweite Säule sind die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute - dazu zählen die Sparkassen und Landesbanken.
Die Genossenschaften vervollständigen die deutsche Bankenlandschaft. Volks- und Raiffeisenbanken sind von Sylt
bis München ein fester Bestandteil des Bankensystems und auf Grund ihrer Kundennähe vor allem in den ländlichen
Gegenden sehr beliebt, aber auch Bausparkassen wie Schwäbisch Hall sind Genossenschaften. Alle deutschen
Kreditinstitute genießen weltweit einen sehr guten Ruf und sind global anerkannte Geschäftsbanken.



