Dispokredit
Dispokredit ist die Abkürzung für einen Dispositionskredit, den die Bank einem Kunden gewährt. Über den
Dispokredit erlaubt die Bank einem Kunden, sein Girokonto bis zu einem festgelegten Betrag zu überziehen.
Die Höhe des Dispokreditrahmens wird individuell nach der Bonität des Kunden ermittelt, meist beträgt der
Dispokreditrahmen das Zwei- bis Dreifache der monatlichen regelmäßigen Zahlungseingänge wie z.B. Lohn
oder Gehalt. Sicherheiten in Form von Bürgschaften werden von der Bank in der Regel nicht gefordert. Der
Kunde hat grundsätzlich keinen Anspruch auf diese Art Kredit, er wird formlos gewährt. Sobald das Konto
überzogen ist, kommt der Dispositionskredit zum Tragen. Die Bank berechnet daraufhin für jeden Tag nach
einem bestimmten Zinssatz Sollzinsen. Zinsen werden nur für den Betrag fällig, der auch tatsächlich genutzt
wurde.
Wird der eingeräumte Dispokredit auch überschritten, fallen zusätzlich Überziehungszinsen an, die meist 5%
über dem Zinssatz für Dispokredite liegen. Die aktuellen Zinssätze für Dispokredite liegen zwischen 8 und 18
Prozent. Wegen dieser doch sehr ungünstigen Konditionen ist es ratsam, teure Neuanschaffungen nicht über
die Ausschöpfung des Dispositionskredites zu finanzieren. Oftmals ist es günstiger, dafür bei einer Bank einen
Ratenkredit aufzunehmen.
Weiterführende Informationen:
Ratenkredit - www.finanzen-informationsportal.de



